Spitze Zungen!

Zimmerpflanzen mit spitzen Blättern setzen architektonische Highlights.

Natürlich oder elegant, architektonisch oder exotisch: Individuelle Inneneinrichtung verlangt nach außergewöhnlichem Grün. Hier trumpfen besonders Gewächse auf, denen die Natur spitze Blätter geschenkt hat. Wir stellen Ihnen die Schönsten vor.

Das Einblatt (Spathiphyllum) ist ein wirklicher Evergreen unter den Zimmerpflanzen. Mit seinen glänzenden Blättern und auffälligen Blüten setzt es sogar Akzente an schattigen Plätzen. Je nach Sorte können die oval geformten und spitz zulaufenden Blätter eine Länge von bis zu 50 cm erreichen. Die Hochblätter sind der farbige Akzent und werden oft fälschlicherweise für die Blüte gehalten. Bei konstanter Feuchtigkeit gedeiht sie am besten. Besprühen Sie das Einblatt daher regelmäßig mit kalkarmem Wasser.

Der Nestfarn (Asplenium antiquum) stammt aus Asien und überzeugt mit leuchtend grünen, spitzen Blättern. Er kann ganzjährig bei Zimmertemperatur an einem hellen Standort, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, platziert werden. Er benötigt regelmäßige Wassergaben und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Nestfarn sollte nie vollständig austrocknen oder zu nasses Substrat haben. Übrigens: Neben den optischen Reizen überzeugt der Nestfarn mit einem weiteren Merkmal. Er gibt einen sehr hohen Anteil des Gießwassers an die Raumluft ab und ist daher ein effektiver Raumluftbefeuchter.

Die dreieckig geformten, spitz zulaufenden Blätter des Pfeilblatts (Alocasia sanderiana) sind auf der Unterseite dunkel eingefärbt und seitlich gewellt. Mit ihren starken hellgrünen Adern zählen sie zu den außergewöhnlichsten und schönsten Blattgewächsen. Sie sind allerdings nicht sehr pflegeleicht. Pfeilblätter möchten einen warmen, hellen bis halbschattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Die obere Erdschicht sollte vor der nächsten Wassergabe trocken sein. Verwenden Sie kalkarmes, weiches Wasser in Zimmertemperatur. Ihr größter Anspruch ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie die Alokasie täglich mit kalkarmem Wasser. Im Winter sollte die Temperatur für sie nicht unter 18 °C liegen und im Sommer sind 20 bis 25 °C perfekt.

Die Aloe (Aloe vera) steht am liebsten an einem warmen, sonnigen Platz. Ein Süd- bzw. Südostfenster ist ideal. In ihren sukkulenten, dicken Blättern ist Wasser auf Vorrat gespeichert. Häufiges Gießen erübrigt sich dadurch. Die Wassergabe kann einfach über das Befüllen des Untersetzers erfolgen. Im Winter sollte sie nur sparsam gegossen werden. Achten Sie darauf, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Da die Heimat der Aloe im heißen Afrika liegt, liebt sie einen warmen und hellen Standort, der sich bestenfalls auf der südlich ausgerichteten Fensterbank befindet. Die Aloe vera ist auch für ihre heilende Wirkung bekannt, sie hilft z.B. bei Sonnenbränden. Schneiden Sie einfach ein Stück des Aloe vera Blattes ab und tragen Sie das austretende Gel auf die betroffene Stelle auf. Es wird eine schützende Schicht gebildet, welche die wunden Stellen kühlt und zur Regeneration beiträgt.

Der Kroton (Codiaeum variegatum) wird auch als Wunderstrauch bezeichnet und ist mit seinen bunten spitzen Blättern ausgesprochen dekorativ. Er ist eine sehr pflegeleichte Pflanze und daher auch für unerfahrene Pflanzenpfleger geeignet. Der Wunderstrauch stammt aus Südostasien und ist in subtropischen sowie tropischen Regionen eine beliebte Park- und Gartenpflanze. In ihrem natürlichen Lebensraum kann die strauchförmig wachsende Pflanze sogar über 2 m hoch werden. Damit sich die hübsche Blattfärbung besonders schön entwickelt, benötigt sie einen sehr hellen Standort. Die Morgen- oder Abendsonne mag der Wunderstrauch am liebsten. Steht er an einem Südfenster, muss eine Gardine die Pflanze vor praller Mittagssonne schützen. Im Sommer und im Winter schätzt der Kroton Zimmertemperatur und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er genießt tägliches Besprühen mit kalkarmem Wasser für mehr Luftfeuchtigkeit. Plötzliche Temperaturschwankungen und Zugluft mag er jedoch gar nicht. Halten Sie das Substrat stets nur leicht feucht. Staunässe kann zum Verfaulen der Wurzeln und Trockenheit zum Abwerfen der Blätter führen.

Der Wunderstrauch kann den Sommer über auch draußen stehen. Gießen Sie ihn dann am besten in den Morgenstunden, damit Wasser auf den Blättern tagsüber abtrocknen kann.

Die recht anspruchslose Korkenzieherbinse (Juncus effusus spiralis) mag draußen am liebsten feuchte Standorte. Dank ihrer ausgefallenen Triebe hat sie es bis in unsere Wohnräume geschafft. Diese sind wellenartig verdreht und in einem frischen Grasgrün. Sie können gut 30 cm und noch länger werden. Diese Pflanze trägt auch den romantischen Beinamen „Liebeslocke“. Ihr Lieblingsplatz ist möglichst sonnig und hell. Gegossen werden muss sie reichlich. Staunässe ist von ihr sogar erwünscht. Kurzzeitiges Antrocknen der Substratoberfläche wird noch toleriert. Völliges Austrocknen sollte man ihr jedoch nicht zumuten. Verwenden Sie daher idealerweise als Substrat Teicherde. Diese ist aufgrund ihrer Beschaffenheit für viel Feuchtigkeit ausgelegt und neigt nicht zur Schimmelbildung.

Der Drachenbaum (Dracaena fragrans) ist im tropischen Afrika heimisch. Die Auswahl an Formen und Sorten ist enorm. Der Drachenbaum ist mit ein- und mehrfarbigen Blättern erhältlich. Dank der vielen verschiedenen Größen und Formen ist für jeden Geschmack und Platzbedarf ein Pflänzchen dabei. Die Dracaena fragrans eignet sich für sonnige bis halbschattige Standorte. Auch die Mittagssonne macht ihr nichts aus, wenn sie daran gewöhnt ist. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben an-, aber nicht austrocknen. Staunässe wiederum wird nicht vertragen. Bei Ballentrockenheit, vor allem wenn sie häufiger oder für längere Zeit auftritt, können sich die Blattspitzen und -ränder braun färben. Der Drachenbaum mag es das ganze Jahr über warm und sollte im Winter nicht für längere Zeit unter 15 °C platziert werden. Gelegentliches Besprühen oder Abduschen dankt er Ihnen mit strahlenden Blättern. Buntlaubige Drachenbaum Exemplare stehen lieber hell, damit ihre Blattzeichnung erhalten bleibt. Die rein grünen Sorten dürfen auch schattiger stehen.

Die Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist ein klassisches Anfängergewächs und verzeiht gutmütig den ein oder anderen Pflegefehler. Sie ist anspruchslos, pflegeleicht und fühlt sich fast in jedem Raum wohl. Von sonnigen über halbschattige bis schattige Bereiche – fast jeder Standort ist möglich. Zudem ist die Grünlilie eine der besten Pflanzen zur Verbesserung des Raumklimas. Ihr dichter Blattschopf aus langen, schlanken Blättern mit zahlreichen Kindeln kommt besonders gut in Ampeln zur Geltung. Die Grünlilie ist außerordentlich dekorativ und eine der beliebtesten Zimmerpflanzen.

Quelle: talking brands | Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl.


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