AUF GUTE NACHBARSCHAFT!

Die Mischkultur ist eine jahrtausende-alte Methode, um einer Bodenmüdigkeit vorzubeugen. So werden Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnissen gemischt angebaut. Dadurch begünstigen sie sich gegenseitig. Jede Pflanze zieht sich dadurch seine benötigten Nährstoffe gleichmäßig aus den unterschiedlichen Bodenschichten.

 – GEMEINSAM WäCHST ES BESSER.

Die freie, unberührte Natur macht es vor. Dort wächst eine Vielzahl von Pflanzen üppig, ohne Krankheiten und jedes Jahr wieder. Eine Mischkultur erschwert es Krankheiten und Schädlingen. So stoßen zum Beispiel Duftstoffe Fressfeinde ab. Ihre Pflanzen bleiben gesund, tragen viele Früchte und Blüten.

Initiates file downloadEIN GUTES NACHEINANDER.

In den ersten zwei Jahren enthält das frisch angelegte Beet die meisten Nährstoffe, daher sollten im 1. Jahr Starkzehrer wie z.B. Kürbis (Cucurbita), Mangold (Beta vulgaris) oder Mais (Zea) angepflanzt werden.

Im 2. Jahr folgen die Mittelzehrer mit ihrem mittleren Nährstoffbedarf, wie z.B. Paprika (Capsicum), Chili (Capsicum), Tomaten (Lycopersicon), Kartoffeln (Solanum), Kohlrabi (Brassica oleracea), Zucchini (Cucurbita pepo), Salat (Lactuca sativa), Gurke (Cucumis) oder Aubergine (Solanum melongena).

Die Schwachzehrer, die wenig Nährstoffe benötigen, wie z.B. Bohnen (Phaseolus), Radieschen (Raphanus), Zwiebeln (Allium), Erbsen (Pisum) und Feldsalat (Valerianella) pflanzt man dann im 3. Jahr.

EIN GUTES MITEINANDER.

Was dem einen zu viel Dünger ist, ist dem anderen zu wenig. Pflanzen Sie für ein optimales Wachstum keine Stark-, Mittel- und Schwachzehrer zur gleichen Zeit ins Gartenbeet.

DIE RICHTIGE SORTE ZUR RICHTIGEN ZEIT.

Im Frühjahr oder Winter kann nicht jedes Gemüse gleichermaßen gepflanzt oder gesät werden. Zum Glück gibt es Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Wintersorten, die uns das ganze Jahr über mit reicher Ernte versorgen.

Fruchtwechsel. Ein regelmäßiger Fruchtwechsel und die Einhaltung der richtigen Fruchtfolge sind essentiell für einen nährstoffreichen, guten Gartenboden. Wenn Pflanzen nicht richtig wachsen, sich Krankheiten und Schädlinge ausbreiten und die Ernte mager ausfällt, deutet dies stark auf einen müden Gartenboden hin.

Bringen Sie deshalb Abwechslung ins Beet: Kümmern Sie sich im 1. Jahr um die Grunddüngung des Beetes und Anbau von Starkzehrern, im 2. Jahr folgen die Mittelzehrer und im 3. Jahr die Schwachzehrer. Wechseln Sie zudem Ihre angebauten Gemüsearten samt ihrer Familienmitglieder ordentlich durch.

VIELFäLTIGE MISCHKULTUREN.

Nicht nur Kräuter sehen in Ihrem Gemüsebeet gut aus, auch Zierpflanzen und Gehölze sind geeignete Nachbarn. Sie unterstützen sich gegenseitig und ziehen z.B. Nützlinge an, die wiederum Schädlinge vertreiben.

Für eine gute Ernte, kombinieren Sie z.B. Radieschen (Raphanus sativus) mit Möhren (Daucus carota), Erbsen (Pisum sativum) oder Kopfsalat (Lactuca sativa). Tomatenpartner sind neben dem Kopfsalat z.B. die leckere Buschbohne (Phaseolus vulgaris) oder auch die Zwiebel.

Zierpflanzen wie z.B. das Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) locken zahlreiche Bestäuber an. Daher pflanzt man diese in die Nähe von z.B. Gurken (Cucumis sativus). Hummeln unterstützen den Anbau von z.B. Bohnen, Paprika (Capsicum), Tomaten (Solanum lycopersicum), Äpfeln (Malus) und Birnen (Pyrus).

Pflanzen Sie den duftenden Gartensalbei (Salvia officinalis), den Lavendel (Lavandula angustifolia) oder auch die Studentenblume (Tagetes) zu Ihren Gartenrosen (Rosa hybride). Sie ergänzen sich super und halten sich mit ihren Düften gegenseitig die Blattläuse fern. Rosen sollten nie nach Rosen gepflanzt werden. Um den Boden zu desinfizieren eignet sich ein Jahr mit der Hohen Studentenblume (Tagetes erecta).

Bohnenkraut (Satureja hortensis) sagt man nach, dass es Läuse auf Buschbohnen verringere. Basilikum (Ocimum basilicum) neben Gurken gepflanzt, verzögert den Befall von Mehltau.

Erkundigen Sie sich in der Mischkulturentabelle auf www.gruen-erleben.de

Achtung: Schnittlauch (Allium) und Petersilie (Petroselinum crispum). Denn die Wurzeln des Schnittlauchs sondern eine Säure ab, die der Petersilie so gar nicht behagt.

WUSSTEN SIE SCHON…

 …, dass manche Kräuter, neben Gemüse gepflanzt, dessen Aroma begünstigen? Dill beispielsweise fördert den Geschmack von Roter Bete und Zwiebeln. Bohnenkraut macht den Kopfsalat besonders schmackhaft. Neugierig geworden? Dann probieren Sie es doch einfach mal aus!   

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. 



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